PFARRGEMEINDE ST. MARCELLUS STETTFELD

Mittelpunkt für die ca.1460 Christen von St. Marcellus ist ihre Pfarrkirche. Sie wurde zuletzt 1991-1993 renoviert und bietet 420 Gläubigen Platz.
Kirchenpatron ist der Hl. Marcellus.
Die Pfarrgemeinde St.Marcellus wird Teil einer Seelsorgeeinheit
Seit dem 01. April 2000 bildete die Gemeinde St. Marcellus Stettfeld gemeinsam mit St. Andreas Ubstadt und mit St. Martin Zeutern die Seelsorgeeinheit Ubstadt.
Im Jahre 2015 stand erneut eine Umstrukturierung an. Zusammen mit der Seelsorgeeinheit Forst bildet die Seelsorgeeinheit Ubstadt nun die neue Seelsorgeeinheit Forst+Ubstadt-Weiher. Damit waren die Pfarrgemeinden St. Barbara Forst, St. Nikolaus Weiher, St. Andreas Ubstadt, St. Marcellus Stettfeld und St. Martin Zeutern zu einer großen Seelsorgeeinheit mit über 12 000 Katholiken zusammengefügt.
DIE PFARRKIRCHE

Über den Bau der Stettfelder Kirche liegen keine genauen Daten vor. Wahrscheinlich wurde der Turm Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet. Wenig überliefert ist auch über die weitere Geschichte. 1716 wird von einem Brand durch Blitzschlag berichtet.
Ende des 19. Jahrhunderts war die ursprünglich gotische Kirche zu klein geworden.
1891-93 erweiterte Pfarrer Beda Hafen das alte Kirchlein um das heutige Hauptschiff, wobei in neugotischem Stil außen und innen sehr sorgfältig auf den alten Bestand eingegangen wurde. Die alte Kirche tritt als Querschiff im hinteren Teil des Erweiterungsbaues in Erscheinung. Dieses Gesamt-
kunstwerk darf heute als wichtiges Kulturdenkmal gelten.
Als sich gegen Ende des letzten Jahrhunderts erhebliche bauliche Mängel zeigten und eindringendes Wasser die Bausubstanz gefährdete, beschloss man, die Kirche innen und außen gründlich zu renovieren. Ab 1985 wurde die Außenfassade neu verfugt, das Dach neu gedeckt, für Wärmedämmung gesorgt, die Heizung eingebaut. Die Innenrenovierung umfasste die Erweiterung des Chorraumes, außerdem wurde die Orgelempore vergrößert und Orgel und Kirchenbänke erhielten eine Generalüberholung. Ein neuer Zelebrationsaltar aus Sandstein mit den Figuren der zwölf Apostel am Altarunterbau und der Ambo wurden geschaffen.
Bemerkenswert ist die Neuausmalung des gesamten Innenraumes. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die ursprünglich neugotische Innenausmalung mit einem weißen Anstrich überzogen worden. Um den Zustand der Jahrhundertwende wieder herzustellen, wurden Farben, Figuren, Ornamente nach einer alten Fotodokumentation und nach Freilegungen bestimmt.
Es ist eine harmonische Farbigkeit entstanden, die nicht schablonenhaft, sondern malerisch freizügig erscheint und eine besondere, eine heimelige Atmosphäre schafft.
SCHUTZPATRON DER PFARRGEMEINDE

Der Hl. Marcellus auf dem Marcellusplatz Stettfeld
Nach den Christenverfolgungen hatte es innerchristliche Streitigkeiten darum
gegeben, wie mit denjenigen zu verfahren sei, die während der Verfolgungen dem Glauben untreu geworden waren. In dieser Situation soll Marcellus für Neuordnungen gesorgt haben, indem er die Seelsorge und die Kirchenordnung in Rom neu strukturiert hat. Später soll er dann von Kaiser Maxentius in die Verbannung geschickt worden sein und ist dort gestorben.
Marcellus I. wird meist dargestellt als Papst mit Esel und Krippe. Diese Darstellung geht auf einen Bericht zurück, nach dem Marcellus aus der Stadt verwiesen und zur Bewachung der öffentlichen Ställe verurteilt worden ist.
Das Patrozinium wird am
16. Januar gefeiert.
