Gut vorbereitet für einen erfolgreichen Übergang
13.11.2025 |
Schritt für Schritt Richtung Pfarreistart
Zum 1. Januar 2026 starten die 36 neuen Pfarreien in der Erzdiözese. Damit die Verantwortlichen sicher und gestärkt in ihre neuen Rollen hineinwachsen können, stehen ihnen vielfältige Qualifizierungs- und Unterstützungssysteme zur Seite.
Der Countdown läuft: Zum 1. Januar 2026 starten die 36 neuen Pfarreien in der Erzdiözese. Damit wird ein zentrales Etappenziel der Kirchenentwicklung 2030 erreicht – nach vielen Jahren intensiver Vorbereitung und gemeinsamer Planung. Bereits seit dem 1. Oktober 2025 haben die neu gebildeten Kernteams und die Pfarreiökonominnen/ Pfarreiökonomen mit großem Engagement ihre Arbeit aufgenommen. Die Kernteams bestehen aus den Pfarrern, den stellvertretenden Pfarrern sowie den Leitenden Referentinnen und Referenten. Gemeinsam mit zahlreichen haupt- und ehrenamtlich Engagierten gestalten sie den Übergang für erfolgreichen Struktur- und Kulturwandel. Damit alle Beteiligten sicher und gestärkt in ihre neuen Rollen hineinwachsen können, stehen ihnen vielfältige Qualifizierungs- und Unterstützungssysteme zur Seite.
Stärkung der Führungskompetenzen
Ein wichtiger Baustein des Übergangs ist die gezielte Qualifizierung der künftigen Pfarrer. Gemäß Kirchenrecht tragen sie die Verantwortung für die Leitung der neuen Pfarreien und sind als Seelsorger, Vorgesetzte und Repräsentanten wichtige Bezugspersonen in den größer werdenden Räumen. Um sie auf diese Verantwortung vorzubereiten, haben sie von Frühsommer 2024 bis ins Frühjahr 2025 ein umfangreiches Curriculum durchlaufen. Dabei beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Schwerpunkten:
- Professionell Führen und Leiten
- Kommunikation mit Mitarbeitenden und Teamentwicklung
- Veränderungsmanagement
In Trainings, Reflexionsphasen und praxisnahen Übungen konnten die Pfarrer ihre Führungskompetenzen vertiefen, ihr Fachwissen erweitern und den Transfer in ihre künftige Berufspraxis vorbereiten. Darüber hinaus werden die Teams mit Leitungsfunktion durch ein Coaching begleitet, um gemeinsam eine offene, lernorientierte Führungskultur zu fördern. Damit soll ein gemeinsames Verständnis für eine entwicklungsfreundliche Kultur entstehen, die auf Vertrauen basiert und Raum für Neues eröffnet.
Neue Leitungsrollen: Leitende Referentinnen und Referenten
Auch für die Leitenden Referentinnen und Referenten beginnt ein Aufbruch in neue Verantwortungsbereiche. Als Vorgesetzte von Mitarbeitenden im pastoralen Dienst übernehmen sie eine wichtige Schlüsselrolle und sind zugleich für die strategische Weiterentwicklung der Pfarrei verantwortlich. Das Institut für Pastorale Bildung (IPB) begleitet diese erfahrenen Fachkräfte beim Übergang in ihre neuen Aufgaben und in den Rollenwechsel zu Dienstvorgesetzten mit einer eigens entwickelten Qualifizierungsreihe zwischen Frühjahr 2025 und Herbst 2025. Im Mittelpunkt der drei Module stehen Themen wie Transformationsgestaltung, Teamführung, Selbstreflexion und Feedbackkultur. Jedes Modul besteht aus mehreren Kurstagen, in denen praktische Übungen und Rollenspiele integriert sind, um den Praxistransfer des Erlernten zu erleichtern. Ergänzende Kompaktseminare und individuelle Coachings unterstützen die neuen Leitungskräfte dabei, Schritt für Schritt in ihre Aufgaben hineinzuwachsen.
Gut gerüstete Verwaltung
Die Pfarreiökonomen - eine Funktion, die ebenfalls im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 neu geschaffen wurde - sind für die Verwaltung der Kirchengemeinden verantwortlich. Viele von ihnen bringen Erfahrung als (stellvertretende) Leitungen der bisherigen Verrechnungsstellen mit. Für alle anderen Frauen und Männer wurde im Herbst ein intensives einwöchiges Schulungsprogramm in Freiburg angeboten. Dort konnten die Teilnehmenden gezielt ihre fachlichen Kenntnisse vertiefen als auch persönliche Netzwerke ausbauen.
Kindertageseinrichtungen im Blick
Auch die Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen wird in die neuen Strukturen überführt. Damit die Einrichtungen bestmöglich begleitet werden, setzt das Referat Kindertageseinrichtungen und frühkindliche Bildung auf die Einführung von „Kompetenzteams Kindertageseinrichtungen“. Am 19. November findet dazu ein digitaler Austausch statt, bei dem Fachverantwortliche, pastorale Begleitpersonen, Geschäftsführungen Kindertageseinrichtungen sowie Mitglieder der Kernteams aktuelle und zusammenfassende Informationen rund um die Kompetenzteams erhalten. Praktische Umsetzungsmöglichkeiten, neueste Entwicklungen, Fragestellungen und Modellbeispiele runden das Format ab. Die Veranstaltung bietet Orientierung, eröffnet Perspektiven und stärkt die Beteiligten, um vor Ort fundiert über die Einführung der Teams entscheiden zu können.
Gemeinsam auf Kurs
Die Beispiele zeigen: Große Veränderungen brauchen eine sorgfältige Vorbereitung, verlässliche Begleitung und Raum für gemeinsames Lernen. Vor allem braucht es Menschen, die den Wandel mit Herz und Weitsicht gestalten: Ihnen sollen Qualifizierung, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung Orientierung und Sicherheit geben. Dies ist eine wichtige Grundlage, damit Kirchenentwicklung 2030 gelingt und die Kirche der Erzdiözese Freiburg zukunftsfähig bleibt.
